Greenkeeping
Während der letzten Jahre haben Anlage und Pflege von Golfrasenplätzen ständig an Bedeutung gewonnen. Seit 1996 stiegen die Plätze von 500 auf 650, die Zahl der Spieler wurde mehr als verdreifacht. Die Anforderungen an die Qualität des Platzes rücken in den Vordergrund, da der Golfer von heute nicht auf "seinen" Platz fixiert ist, sondern diesen ständig mit anderen Plätzen z.T. in der ganzen Welt vergleicht.
Die Golfanlage als Dienstleistungsunternehmen muß sich ständig in einem perfekten Zustand präsentieren. Zu diesem Zweck müssen sportfunktionale und ökologische Anforderungen gezielt aufeinander abgestimmt werden.
Das heißt einerseits, die Leistungsfähigkeit der Gräser durch intensive Pflege- und Erhaltungsmaßnahmen so zu optimieren, daß die Attraktivität der Anlage gewährleistet ist, andererseits soll die Belastung der Umwelt durch Dünge- und Pflanzenschutzmittel minimiert werden.
Dabei stehen die Ansprüche an die Belastbarkeit der Gräser teilweise im starken Gegensatz zu ihrer Physiologie. Dies gilt insbesondere für das Green. Extreme Witterungsbedingungen, schlecht belüftete Böden, zahlreiche Rasenkrankheiten und Schädlinge können zu Beeinträchtigung, Schäden oder zur Zerstörung des Gräserbestandes führen. Die Bekämpfung von Rasenkrankheiten ist allerdings seit der Novellierung des neuen Pflanzenschutzgesetzes deutlich erschwert worden.

